GCTP #67 – Ohne Natalie ist öde

Flattr this!

Kommentare

GC5ZA6P SDG On Tour #5 – Christmas Quiz

Mega Hamburg ? Wird das noch was

GC60A2F Geocoinfest Europa 2016

Wie immer mit den ausführlichsten Shownotes der Welt

 

 


Kommentare

GCTP #67 – Ohne Natalie ist öde — 4 Kommentare

  1. Herr alsterdrache 😉 ich wollte doch hier keine Doktorarbeit oder wissenschaftlich fundierte Erklärungen abgeben 😉 ein wenig Spass mit Hintergrundwissen reicht doch 😉 Aber DANKE für Deine sehr präzisen Ausführungen !! liebe Grüße vom geofux

  2. Wie gewünscht gibt es vom geofux eine kleine Erklärung zum ICKE oder ICK dem Berliner Dialekt aus der OstWestZone und oder der WestOstZone.

    Genaue Regeln zu icke oder ick gibt es da eigentlich nicht wirklich, da es selbst in Berlin regionale Unterschiede auf Grund der diversen Stadtbezirke und Eingemeindungen gibt.
    In dem von den Alliierten besetzten Bereich, das sogenannte Westberlin, wurde mehr zum Hochdeutsch tendiert (das war chick) und in der SowjetZone, dem sogenannten Ostberlin, wurde der Berliner Dialekt mehr “gepflegt” und gesprochen um sich von den zugezogenen Mitbewohnern abzugrenzen.
    Situationsbedingt sagt man in Berlin zum Beispiel:

    “Icke bin der Beste” (Hochdeutsch: ich bin der Beste) oder “Ick komm dir gleich ma rüber Keule denn jibet schläje” (Hochdeutsch: ich komm gleich zu dir und dann gibt es schläge)

    Zum Abschluss hier noch einer zum Besten und zum drüber nachdenken für Euch:

    “Eener alleene is nich scheene. Aber eener mit eene und denn alleene – det is scheene !”

    In diesem Sinne seid jegrüßt aus dit weit entfernte Berlin
    Euer Stammhörer geofux

    • Schöne Erklärungen vom geofux.bln, aber abgesehen von der problematischen Rechtschreibung der Komposita möchte ich doch historisch korrekt darauf hinweisen, dass West-Berlin nicht der von “den Alliierten” besetzte Bereich war, da die Alliierten (gegen Nazi-Deutschland) aus den vier Siegermächten bestanden – Sowjetunion inklusive (das galt unverändert bis zum März 1991 [!], dem Inkrafttreten des Zusatzprotokolls des Einigungsvertrages)! Viel Später, etwa ab dem Mauerbau 1961, hat sich dann eingebürgert, von den westlichen Alliierten als “Schutzmächte”, “westliche Schutzmächte”, “Westmächte”, “Westalliierte” oder “westliche Alliierte” zu sprechen, da sich die Rolle der einstigen Besatzer mit der Abschottung der DDR änderte.

      Die Behauptung, dass es in West-Berlin “schick” war, Hochdeutsch zu sprechen, ist ganz sicher nicht richtig und nur eine nicht belegbare Behauptung. West-Berlin war aber ein Magnet für Wehrdienstflüchtlinge aus West-Deutschland und als Studenten- und Künstlerstadt insgesamt sehr beliebt (auch wegen der Berlinförderung; es gab D-Mark aus Bonn, wenn man in West-Berlin lebte), es fand also eine viel stärkere Durchmischung mit Menschen statt, die nicht aus Berlin stammten (Schwaben!), als es im abgeschotteten Ostteil der Stadt der Fall war, denn selbst aus der DDR durfte man nicht “einfach so” nach Ost-Berlin ziehen. Auch die Berliner im Westteil der Stadt haben ihre Mundart weiter gepflegt und sogar mit Stolz präsentiert (beispielsweise Günter Pfitzmann, Harald Juhnke, Didi Hallervorden [seit 1958 in West-Berlin] u. a.).

      Richtig ist der Hinweis auf Unterschiede in bestimmten Stadtbezirken, aber die gab es bei diesem “heterogenen Metrolekt” [!] schon vor dem Krieg, vor der Teilung und vor der Einheit. Ich würde bei dem Thema vielmehr darauf hinweisen wollen, dass sich Berliner insgesamt immer sehr gern (auch) sprachlich abgegrenzt haben vom brandenburgischen Umland, Stichwort “dit” versus “ditte”. Wikipedia ist keine geeignete Referenz für dieses Thema, weil da viel Unsinn steht, es gab aber in den 1980er und 1990er Jahren sehr interessante Doktorarbeiten aus dem Bereich der Linguistik dazu, die auch vergleichende Betrachttungen anstellten. Der für Berliner Mundarten führende Autor ist Jan Eik (eigentlich Helmut Eikermann), geboren 1940 in Berlin, dessen Bücher zu dem Thema einfach klasse und auch für Nicht-Linguisten gut lesbar sind.

      Und natürlich ist Berlin die zweitschönste Stadt Deutschlands, eben gleich nach Hamburg! 😛 Wer oder was ist eigentlich dieses “München”, was Ihr im Podcast erwähnt habt?!

      Viele Grüße,
      Euer alsterdrache/Alex (der schon in jedem Bezirk Berlins gewohnt hat)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *